Ein kleiner Schritt für das neue Bad, eine große Reise für Jort’s

Ein Bericht unseres Kriegers und ersten Schwertes Jarcath

 

Endlich war es soweit! Der Himmel klarte auf und die Verhandlungen waren abgeschlossen.
Vieler Reisen zum Handelsposten zwischen der Oase und dem Dschungel der Taluna hatte es bedurft, aber schlussendlich konnte man mit einem der dort ansässigen Talunastämme einen Handel abschließen, damit sie sich friedlich verhielten. Natürlich hätte die Rote Kaste von Jorts ihnen auch den Garaus machen können, aber wozu unnötig Kraft verschwenden, wenn ein kleiner Handel die Länge der Reise verkürzen konnte.Dschungel Reise 25.01.2016 e

Die Schiffe und die Mannschaften versammelten sich vor dem Aufbruch am Hafen. Der Hauptmann, sowie seine Gefährtin die Ärztin Irina, die die Reise begleiten sollte, für den Fall dass es zu Zwischenfällen mit Gesetzlosen, Wilden oder giftigen Tieren im Süden geben sollte. Zusammen mit Rock, Myrkur dem Schmied und den Sklaven würden sie auf dem Schiff reisen, während der Zeugmeister Jarcath die Reise mit dem Tarn begleiten würde.

 

Es war eine lange und langweilige Reise, wenn man von der Übelkeit des Schmiedes absah, der viele Freunde unter den das Schiff begleitenden Seevögeln fand, da er sie regelmäßig fütterte. Der Vosk trug das Schiff schnell zum Delta, man fand einen Führer der sie mit seinem Gefährt durch das Rence stakte und glückliche Winde an der Thassa sorgten dafür, dass sie ihren Zielort binnen einer Hand erreichten. Lange bevor sie den Handelsposten erreichten, hatten sich die MänDschungel Reise 25.01.2016 kner schon ihrer schweren Kleidung entledigt, da es spürbar heißer wurde je näher der Dschungel kam. Angeheuerte Kräfte entluden das Schiff und machten die Karawane bereit.

Nach einem kurzen Aufstocken der Vorräte, verließ die Gruppe zügig den Handelsposten, denn eine seltsame Atmosphäre herrschte dort. Geduldet vom Emir tummelten sich Ausgestoßene, Wilde die sich versteckten und Nordleute. Nicht das Klientel in deren Gesellschaft die stolzen Krieger von Jorts länger verweilen wollten. Mehrere Ahn verstrichen, bevor man endlich die Stelle im Dschungel erreichte, an der die anvisierten Bäume wuchsen. Lediglich zwei Taluna begegneten sie unterwegs und einem Großmaul das etwas brüllte, dass man aber nicht verstehen konnte, da er während des Brüllens bereits so schnell rannte, dass sein heißer Wind die Worte verwehte.

 

Während die Hälfte der Krieger die Umgebung sicherte, angeleitet von Hauptmann Kintradim und Rock􀀇, machten sich die Sklavinnen daran einen Pfad durchs Unterholz zu hacken. Vor dem Baum angekommen blieb allen erst einmal die Spucke weg. Es war ein Baum, so groß wie ein Haus, so dick das alle Reisenden ihn gemeinsam nic^D638AB6C317EE678757CF154BFB64427FB2253A0958CC6750C^pimgpsh_thumbnail_win_distrht hätten umfassen können und so hoch, dass man das Gefühl hatte die Wolken, die über ihn hinweg zogen, lachten, da der Wipfel sie kitzelte. 􀀄

Schnell errichteten die Sklavinnen das Lager in einiger Entfernung zu dem Giganten. Zum Glück floss ein kleiner Fluss in der Nähe, so dass der Transport kein unüberwindbares Problem darstellen würde. Während der Schmied mit der Hilfe von Dita, der Kajira des Hauptmanns, den Baum kennzeichnete und markierte wo und wie geschnitten werden sollte, arbeiteten die anderen Sklaven bereits an einigen der dicken, über die Erde verlaufenden Wurzeln, um sie zu entfernen. Die Rinde des Baumes war dick und stabil, so dass Jarcath und einige andere Männer kein Problem hatten, auf die Äste zu klettern und damit zu beginnen, sie abzuhacken. Die Vögel waren verstummt, nachdem sie mit einem protestierenden Kreischen in den Himmel geflogen waren. Jetzt waren nur noch die Geräusche der schwitzenden und hackenden Männer zu hören und das Knarren des Baumes.

 

Schweiß rann über Jarcath Stirn. Er befand sich einige Schritt über dem Erdboden auf dem dicken Ast. Routiniert schlug er die Axt in den Ast, die rasiermesserscharfe Scheide fraß sich Stück für Stück tiefer in ihn. Schon nach einer halben Ahn war seine Tunika völlig verschwitzt durch die schwüle Hitze und die harte Arbeit. Fluchend wischte Jarcath sich über die Stirn und richtete sich auf. Kurz hielt er in seiner Arbeit inne, um sich seines Oberteils zu entledigen. 􀀃Während er es einfach vom Ast warf, vielleicht eine glückliche Kajira unter dem nassen und stinkenden Stück Stoff begrabend, schaute er sich kurz um. Der Hauptmann und Rock hatten am Rande des Lagers wohl alles unter Kontrolle. Bei ihnen stand eine der Taluna, aber aus dieser Höhe erkannte er nicht welche.􀀂 Trotzdem machte er sich keine großen Sorgen, dafür hatte er zu viel zu tun und auf Kintradim und Rock konnte er sich blind verlassen. Wieder nahm er die Axt auf und weit halten die Hiebe durch den Wald.

Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit hörte er das entlastende Knacken, nach einem kurzen „Achtung“ rufen trat er zur Seite und sah, wie sich der gewaltige Ast durch sein eigenes GewicDschungel Reise 25.01.2016 iht zu Boden gezogen vom Baum löste. Es dämmerte bereits, als der Baum unter den vereinten Anstrengungen ein wenig zu erzittern begann. Schwere Ketten wurden um ihn befestigt während unter Aufsicht des Schmiedes die Keile in den Baum getrieben wurden. Jarcath führte die Tarnpfeife an die Lippen um seinen Tarn zu rufen. Schnell sprang er in den Sattel und ließ ihn kreisen, bis der Tarn die Ketten auffing die sich um den Baum spannten.
Ein… zwei.. dreimal spannte der Tarn die Flügel und zog,􀀅 bis der kolossale Baum erzitterte, von seinem eigenen Gewicht gezogen und dann mit einem Donnern zu Boden krachte. Durch die Kraft des Tarns und die Steigung des Hanges rollte er fast wie von selbst in den Fluss.
Während sich die Gruppe nun zum Aufbruch bereitmachte, wurde Luna dazu bestimmt den Stamm durch den Flusslauf zu lenken, gezogen vom Tarn. Freudig erregt von der Aussicht auf ein neues Abenteuer sprang sie auf den Stamm, um ihn geschickt in der Mitte der Strömung zu halten während der Tarn ihn durchs Wasser zog. Immer wieder rief Jarcath von seinem Tarn Kommandos zu Luna herunter die breitbeinig auf dem Stamm ritt und ihn von den Ufern weglenkte. Leise lachte er als er ihr fluchen hörte, wenn erneut eine Wasserwelle ihr Haar und ihre Tunika durchnässte und sie Wasser spucken musste. Endlich am Hafen angekommen zogen sich die Reisenden müde in die Kabinen des Schiffes zurück und überließen das Verladen des Baumes den Matrosen.

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2 Kommentare zu “Ein kleiner Schritt für das neue Bad, eine große Reise für Jort’s

  1. Ravina Fall sagt:

    Wusste gar nicht, dass der arme Hauptmann genauso gerne bei Schiffsreisen die Vögel füttert, wie ich^^ Hauptsache, man steht im entscheidenden Moment nicht gegen den Wind! 😉

  2. Myrkur sagt:

    Ich kann nur sagen „Wundervoll“ geschrieben…. mit vielen Kleinigkeiten und Details… weiter so (daumen hoch) 😉

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