Sklavenhändlerhaus am Vosk

Lang schon war es her, dass Georg mich freiließ und selbst seinen Heimstein für eine lange Reise verließ. Nur selten kam er nach Jort’s Fähre, und blieb auch nie lang. Warum auch? Alles nahm seinen Gang, ich kam zurecht und etablierte mich als Sklavenhändlerin. Mittlerweile verdiene ich insgesamt sogar recht gut, also gab es für ihn ja keinen Grund, lange zu bleiben. Aber vor einigen Tagen nun, kam er doch zurück, und wie es scheint, hat er alles erledigt, was es für ihn zu erledigen gab und er kehrt nun endlich endgültig an seinen Heimstein zurück.

Was natürlich im Haus für einige Aufruhr unter meinen Sklaven sorgte… Luna, schon damals als Georg mich freiließ im Haus und ein Geschenk von ihm an mich zur Gefährtenschaft, kannte meinen Gefährten natürlich noch, Duff, die an meiner Handelskette war und die ich vor einiger Zeit an meine private Kette nahm, sah ihn bisher nur selten auf seinen kurzen Besuchen, Faro war nicht da, der einzige Kajirus im Haus, aber Hope, mein neuester Erwerb, frische Barbarin, kannte ihn gar nicht. Demnach machte sie alles falsch, was man falsch machen kann, denn wer Georg kennt, weiß, dass er bestimmte Ansprüche an Sklaven stellt, die natürlich weder Hope noch Duff auf Anhieb hinbekamen *seufzt tief*. Es ist zwar schön, dass mein Gefährte wieder da ist, aber ich richte mich besser schon einmal auf endlose Diskussionen um meine Mädchen ein, da Georg und ich zwar häufig einer Meinung sind was Sklaven betrifft, aber eben nicht immer…

Nun, wie dem auch sei…, inwieweit wir teils anderer Meinung sind, erfuhr ich dann gestern. Scheinbar hatte meine Gefährte meine Abwesenheit am Vortage genutzt, um vor allem Hope, der Barbarin, zu erklären, wie sie sich in seiner Anwesenheit zu verhalten hat. Zumindest war das eins von den Dingen, die Hope mir gleich entgegenrief, dazu noch eine lange Aufzählung was sie in nächster Zeit zu tun und zu lassen hat. Diese hatte Luna kurz zuvor aufgestellt und Hope sollte es vor mir noch mal alles wiederholen. Irgendwie hakte ich das meiste im Kopf nur ab, fragte hier und da noch mal nach und ergänzte zwei Punkte, die ich auch gleich meiner First mitteilte, damit sie Bescheid wusste. Mein Gefährte war nicht anwesend, und so sparte ich es mir, Hope noch mehr zu verwirren, indem ich den Anweisungen von ihm was hinzusetzte, irgendwann wird sie soweit sein, zu bemerken, dass es eine Menge Regeln gibt, und eine genausogroße Menge Situationen, wo Regeln nicht weiterhelfen, zumindest wenn sie es bis dahin überlebt.

Egal…wir werden sehen, wie es sich anlässt, und wie meine Mädchen, und natürlich auch Faro, sich daran gewöhnen, dass wieder ein Mann im Haus ist, ich hoffe, ich komme in der Zukunft wieder häufiger zum berichten, was bei uns so los ist 🙂

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Oase der 4 Palmen

JF aus fremden Federn: Ein Beitrag des Händlers Gregor aus Venna

Wir waren in aller Frühe aufgestanden um die Reise fortzusetzen, schien es doch so, als ob hier nicht mehr viel an Informationen zu holen war, doch da sollten wir uns gründlich getäuscht haben. Doch zunächst irrten wir noch eine ganze Weile durch den in dieser frühen Ahn doch schon recht heißen Sand. Wir suchten den Ausgang aus dieser Oase, um zu unserer Karawane zurückzukehren, wo der uns begleitende Krieger eigentlich auf uns warten sollte. Unterwegs trafen wir auf einen alten hinkenden Mann, endlich jemand der uns den Weg zum Tor beschreiben konnte. Auch jetzt war dieses nicht bewacht.

Kurzer Stop vor Abreise

Kurzer Stop vor Abreise

Auf dem Weg zum Lagerplatz der Karawanen trafen wir noch eine Mann, der sich als Botschafter und Vizeregent von Kasra vorstellte. Sofort stoppte ich sämtliche Abreisepläne und unterhielt mich mit ihm, war ich doch verwundert das ein so hochrangiger Mann wie er in diese Oase reist, selbst wenn man freundschaftlich verbandelt ist, hielt ich die Gefahren des Weges einfach zu groß, um nur mal Just for Fun hierher zu reisen. Nach einigem Hin und Her erfuhr ich dann auch das die Oase der 2 Scimitare und Kasra nicht nur freundschaftliche Beziehungen unterhielten, sondern es sogar ein Bündnis gab, das erklärte natürlich einiges.

Zimmer

Zimmer

Ich hatte gehört was ich wissen wollte und drängte jetzt auf Weiterreise, allerdings warnte ich den Kasraner noch vor der Getränkenot in der Oase, auch wenn er diese Warnung mit dem Hinweis auf seine privaten Vorräte wegwischte. Mir war es egal, wichtiger war, dass wir endlich die Oase der 4 Palmen erreichten. Deswegen bestiegen wir die vorbereiteten Sandkaiila und der Treck setzte sich in Richtung Norden in Bewegung.

Als wir in der Oase der 4 Palmen eintrafen lag diese ruhig vor uns, so ruhig, dass der Krieger einschätzte, dass uns hier nicht viel passieren konnte und so blieb er diesmal von Anfang an bei dem Lagerplatz der Karawane, so dass wir, also meine Gefährtin und ich, auf uns selbst gestellt versuchten einige Dinge in Erfahrung zu bringen. Doch die einzige Person die uns über den Weg lief war für lange Zeit nur eine Sklavin. Reichlich resigniert, ließen wir uns ein Zimmer geben und etwas zum Trinken bringen, gaben aber der Sklavin auch den Auftrag, sollte sich ein Händler zeigen, dass sie uns dann informieren soll.

Wir hatten es uns noch gar nicht richtig gemütlich gemacht, da klopfte es auch schon wieder an unsere Tür. Es war die Sklavin von eben, die uns ausrichtete, dass einer der Händler der Oase da wäre und dass sie uns zu ihm begleiten könnte. Diese Möglichkeit weitere Informationen abzuschöpfen ließen wir uns natürlich nicht entgehen, und so befahl ich der Sklavin uns den Weg zu diesem Händler zu zeigen. Der hatte sich auf einem Pavillon am Rande des Oasensees zurückgezogen und schien dort auf uns zu warten.

Plausch am See

Plausch am See

Nach einer kurzen Begrüßungsrunde, in der ich uns auch vorstellte, setzte ich mich, obwohl er mir keinen Platz anbot, zu ihm. Dem Vernehmen nach schien er ein eitler Mensch zu sein und so schien es mir ein leichtes die von mir gewünschten Informationen aus ihm heraus zu kitzeln. Doch ich sollte mich geirrt haben! Er war zwar sehr gesprächig und prahlte auch gerne mit dem was er hat, doch das Entscheidende besaß er nicht. Wissen über die Oase. Er lebte erst zwei Hand hier sagte er  uns und so könne er mir keine Auskünfte über Bündnisse und ähnliches geben.

Zum Glück war eine der bedienenden Kajirae ebenfalls sehr redselig und wollte der Oase wohl was Gutes tun. Ich hatte erwähnt, dass die Händlerkaste von Venna ihren Mitglieder harte Bandagen anlegt und wir nur Geschäfte in Orten machen dürfen, die keinen Händel mit Venna hatten oder mit Orten verbündet waren die Venna feindlich gesinnt waren. Darum beeilte sie sich, mir zu versichern, dass die Oase lediglich mit Kasra und Belnend verbündet ist und ansonsten auch keinerlei Interesse an kriegerischen Auseinandersetzungen hat. Innerlich grinste ich, ließ mir aber äußerlich nichts anmerken. Da der Händler nicht widersprach und auch keinerlei Anzeichen machte die Sklavin strafen zu wollen, ging ich davon aus das er a) tatsächlich nichts wusste und b) dass das, was die Sklavin sagte, mit großer Wahrscheinlichkeit stimmen wird, zumal sie einem Sklavenhändler gehörte, der schon länger in der Oase lebte. So langsam schloss sich der Kreis. Es war spät geworden und so verabschiedete ich mich, morgen würde mich der Weg nach Kasra führen, da wollte ich ausgeruht sein.

Oase der 2 Scimitare

JF aus fremden Federn: Ein Beitrag des Händlers Gregor aus Venna

Ich hatte eine Bitte von einem Freund aus Jorts Fähre erhalten. Die Stadt bereitete sich auf eine Auseinandersetzung mit Kasra vor und benötigte dringend Informationen über die militärische Stärke der Stadt und deren Verbündete. Das Ganze war zu heikel, als dass man einen aus den eigenen Reihen losschicken wollte, zu groß war die Gefahr, dass man diesen erkennt und enttarnt. Jemand Fremdes der nicht mit dem Heimstein von Jorts Fähre in Verbindung gebracht wird, sollte diese Informationen beschaffen. Wer könnte so etwas unauffälliger tun als ein Händler, der sowieso auf Reisen ist.

Warten in Argentum

Warten in Argentum

Ich stamme aus Venna und betreibe dort einen florierenden Stoffhandel und meine Gefährtin betreibt einen kleinen aber feinen Sklavenhandel. Als mich die Anfrage erreichte waren wir eh gerade in der Voskregion unterwegs, um neue Handelsbeziehungen aufzutun. Spontan sagte ich zu, war es doch eine Möglichkeit auf  Kosten von Jorts dasTaharigebiet zu bereisen. Da man mir versprach auch noch einen Krieger als Begleitschutz zu stellen, der ebenfalls nicht aus der Stadt war, fiel mir die Entscheidung umso leichter.

Wie gesagt, ich war mit meiner Gefährtin im Voskgebiet unterwegs, genauer gesagt hielt ich mich gerade in Argentum auf und da der zugesagte Krieger noch zwei Tage brauchte, bis er diesen Ort erreichte, wartete ich dort und ließ es mir gut gehen. Auf den Tag genau traf der Rarius dann auch ein und wir begannen unsere Reise in den Süden von Gor. Unser erstes Ziel war die Oase der 2 Scimitare. In Jorts war bekannt das Kasra und diese Oase über die STA, die South Trade Allianz verbunden waren, es galt herauszufinden ob diese Verbindung über den Handel hinaus ging und es eventuelle militärische Bündnisverpflichtungen gab.

Ankunft in der Oase

Ankunft in der Oase

Nach einer ewigen Reise, auf der wir nicht mehr sahen als täglich Unmengen von Sand, erreichten wir endlich die Oase der 2 Scimitare. Als wir das Tor passierten, dachte ich noch: „Oh wie gastfreundlich“, aber der Krieger notierte gedanklich, keine Wachen und sortierte diese Tatsache ganz anders ein als ich. Nach ein paar Schritten innerhalb der Mauern, kam uns ein Krieger entgegen, der uns begrüßte und nach einen kurzem Gespräch zu einer Art Teezelt führte, wo man uns bewirten würde.

Plausch

Plausch

Wenn man denn von Bewirtung reden konnte, zur Auswahl standen Brunnenwasser, Feigenwasser und Reste von Met. Nicht gerade das, was ich erwartet hatte und so beschränkte ich mich auf etwas Wasser. Auch wenn uns die Tatrix freundlich begrüßt  hatte, so war das doch nicht die Gastfreundschaft der Wüstenvölker, von der meine Kastenbrüder immer geschwärmt hatten. Ich machte meinen Unmut darüber mit aller gebotenen Höflichkeit Luft, aber man hatte kein Einsehen mit uns und beharrte darauf, dass am Handende ein Fest wäre, für das man alle besseren Getränke braucht und sie deshalb zur Zeit nicht ausschenkt.

Natürlich nahm ich das zum Anlass nachzufragen ob man noch Waren benötigt, ob es denn keine Verbündeten gibt die aushelfen können und wer denn alles zu diesem Fest am Handende kommt, aber die Aussagen waren mehr als dürftig und nicht wirklich verwertbar. So blieb nichts weiter als festzustellen das diese Oase wahrscheinlich im Niedergang ist. Die Bebauung sprach noch von dem Reichtum vergangener Tage, aber wer die Getränke rationiert um ein Fest feiern zu können, wer sich nicht mal Wachen leisten kann, die den Eingang zur Oase schützen und man Probleme hat genug Kräfte aufzutreiben, um zu verhindern das die Oase zuweht, wie wir im Gespräch hören durften, der konnte unmöglich eine Gefahr für Jort’s Fähre sein und wird es wohl kaum schaffen Kasra zu unterstützen.

Mit diesen Erkenntnissen im Hinterkopf ließen wir uns für die Nacht Zimmer zuweisen, morgen würden wir unsere Reise fortsetzen.

Handel und Händler

Der Erste, der mir heute über den Weg lief als ich das Haus meines Herrn verließ um im Gasthaus nach dem Rechten zu sehen, war der Bote, der endlich die langersehnten Spielpläne brachte. Da er es recht eilig hatte, drückte er sie mir nur in die Hand und verschwand wieder gen Hafen und nach einem Blick über die Terrasse und die Taverne, ob da nicht noch was von gestern rumsteht, machte ich mich mit den Plänen auf den Weg hinunter zum Turnierplatz, um sie gleich aufzuhängen.

Jort's Faehre Zar Top Bracket May 2013

Dort waren die Herrinnen Talia und Alja gerade bei einem Trainingsspiel beschäftigt, so dass ich mich nach dem Aufhängen der Pläne auch gleich wieder hoch zur Stadt aufmachte, um sie nicht groß zu stören. Ich lief schnurstracks zurück ins Haus um zu sehen ob mein Herr sich schon von seinen Papieren trennen konnte und hatte Glück, er war grad auf dem Weg nach draußen, so dass ich gleich an der Tür stehenblieb, um sie aufzuhalten. Weit kam er aber nicht, denn plötzlich standen der Krieger Jarcath und die Herrin Alja, die ihr Trainingsspiel wohl schon beendet hatte, vor ihm. Die Herrin sollte nach Stoffen für eine andere Herrin aus Belnend fragen, und so ging’s gleich weiter in den Kontor, wo sie in Ruhe das Angebot durchsah und sich einige Notizen machte, mit dem Hinweis, dass die andere Herrin wohl selbst vorbeikommen würde dann, wenn ihr das Angebot zusagt.

Da sie auch noch nach den Vorräten in der Krankenstation sehen wollte, die mal wieder verwaist war, drückte mein Herr mir den Schlüssel in die Hand und schickte mich mit der Herrin dorthin, während er sich auf den Weg zum Platz machte. Ich sah grad noch dass er auf eine ziemlich große Menschentraube aus Freien und Sklaven vor dem Spielehaus zusteuerte, dann ging ich mit der Herrin Alja in die Krankenstation, wo sie die Vorräte sah und sich einige Notizen machte, was noch fehlt. Wobei das Hauptaugenmerk zur Zeit eh auf den Dingen liegt, die zur Wundversorgung geeignet sind, da Jort’s leider schon wieder ohne Ärztin ist. Dabei zeigte mir die Herrin noch eine Salbe mit Plantion, die ich noch nicht kannte und die in der Anwendung ähnlich wie die Salbe mit Weidenrinde wirkt, so dass ich sie auch für Wunden und sogar juckende Stiche oder Ausschläge verwenden kann, und Kalanawurzeln, die noch vorrätig sind, die in Wasser aufgelöst der Wirkung des grünen Paga ähnlich sind. Wieder was gelernt. Ich merkte mir alles, was mir die Herrin dazu sagte und schließlich verließen wir die Krankenstation.

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Die Herrin blieb für einen Plausch auf dem Markt mit einem Krieger stehen und ich sah mich um nach meinem Herrn. Die Gruppe vor dem Spielehaus hatte sich mittlerweile aufgelöst, aber dafür entdeckte ich meinen Herrn und noch einige andere auf der Terrasse. Kaum kniete ich bei ihm nieder, ertönte hinter mir eine Stimme die mir bekannt vorkam und richtig, der alte Händler der unsere kleine Stadt neulich mit Dorf betitelte und etwas von der Herrin Pinion wollte, war wieder da. Da er aber erst einmal mit meinem Herrn sprach rutscht ich nur zur Seite und lauschte aufmerksam, könnte ja sein, dass man mich irgendwann dann brauchte. Neben mir zog es grad Herrn Val mit Hadi, und einer mir unbekannten Sklavin in die Taverne. Später erklärte mir mein Herr, dass das Mädchen der Stadtkette erst einmal zugehörig ist, und ich mich am nächsten Tag dann um ihre Einweisung und alles weitere, was sie sonst noch so wissen muss in Jort’s Fähre, kümmern sollte.

Heute jedenfalls wurde ich dann doch noch gebraucht, denn der Händler, seines Zeichens Geldleiher, lud meinen Herrn zu einem Paga ein, selbst bestellte er einen Kalana. Dina kümmerte sich indes um die anderen Gäste, denn es war ziemlich voll, und ich denke wir beide haben es gut hinbekommen, dass niemand allzulang warten musste, obwohl der Herr Val gleich zwei Mädchen in der Taverne für sich beanspruchte, und sie damit zum helfen ausfielen. Ich glaube, ich gefiel dem Herrn Geldverleiher sogar ziemlich gut, jedenfalls lag sein Blick ziemlich häufiger mal auf mir, und er wirkte auch nicht gerade unzufrieden mit der Wiegeprobe, der er meine Brüste während ich ihm den Kalana anbot, unterzog. ^^

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Von den ganzen Gesprächen am Tisch bekam ich allerdings kaum etwas mit, zu laut war das gesamte Stimmengewirr um mich herum und ich beschränkte mich darauf einfach aufmerksam alle im Augen zu behalten, falls noch irgendjemand etwas wünscht. Der Tisch leerte sich dann allerdings recht schnell, der Händler, der diesmal wohl auch seinen Geschäftspartner mitbrachte, brach auf, der Schmied samt seiner Gefährtin machte sich ebenfalls von dannen und dann zog es auch meinen Herrn schon in die Felle, warscheinlich war er von dem ganzen Gesappel mittlerweile auch ziemlich müde, und nicht mal der Paga half mehr, so dass ich ihm eiligst ins Haus folgte und kaum da, auch schon direkt auf dem Fell an ihn gekuschelt einschlief.