Sklavenhändlerhaus am Vosk

Lang schon war es her, dass Georg mich freiließ und selbst seinen Heimstein für eine lange Reise verließ. Nur selten kam er nach Jort’s Fähre, und blieb auch nie lang. Warum auch? Alles nahm seinen Gang, ich kam zurecht und etablierte mich als Sklavenhändlerin. Mittlerweile verdiene ich insgesamt sogar recht gut, also gab es für ihn ja keinen Grund, lange zu bleiben. Aber vor einigen Tagen nun, kam er doch zurück, und wie es scheint, hat er alles erledigt, was es für ihn zu erledigen gab und er kehrt nun endlich endgültig an seinen Heimstein zurück.

Was natürlich im Haus für einige Aufruhr unter meinen Sklaven sorgte… Luna, schon damals als Georg mich freiließ im Haus und ein Geschenk von ihm an mich zur Gefährtenschaft, kannte meinen Gefährten natürlich noch, Duff, die an meiner Handelskette war und die ich vor einiger Zeit an meine private Kette nahm, sah ihn bisher nur selten auf seinen kurzen Besuchen, Faro war nicht da, der einzige Kajirus im Haus, aber Hope, mein neuester Erwerb, frische Barbarin, kannte ihn gar nicht. Demnach machte sie alles falsch, was man falsch machen kann, denn wer Georg kennt, weiß, dass er bestimmte Ansprüche an Sklaven stellt, die natürlich weder Hope noch Duff auf Anhieb hinbekamen *seufzt tief*. Es ist zwar schön, dass mein Gefährte wieder da ist, aber ich richte mich besser schon einmal auf endlose Diskussionen um meine Mädchen ein, da Georg und ich zwar häufig einer Meinung sind was Sklaven betrifft, aber eben nicht immer…

Nun, wie dem auch sei…, inwieweit wir teils anderer Meinung sind, erfuhr ich dann gestern. Scheinbar hatte meine Gefährte meine Abwesenheit am Vortage genutzt, um vor allem Hope, der Barbarin, zu erklären, wie sie sich in seiner Anwesenheit zu verhalten hat. Zumindest war das eins von den Dingen, die Hope mir gleich entgegenrief, dazu noch eine lange Aufzählung was sie in nächster Zeit zu tun und zu lassen hat. Diese hatte Luna kurz zuvor aufgestellt und Hope sollte es vor mir noch mal alles wiederholen. Irgendwie hakte ich das meiste im Kopf nur ab, fragte hier und da noch mal nach und ergänzte zwei Punkte, die ich auch gleich meiner First mitteilte, damit sie Bescheid wusste. Mein Gefährte war nicht anwesend, und so sparte ich es mir, Hope noch mehr zu verwirren, indem ich den Anweisungen von ihm was hinzusetzte, irgendwann wird sie soweit sein, zu bemerken, dass es eine Menge Regeln gibt, und eine genausogroße Menge Situationen, wo Regeln nicht weiterhelfen, zumindest wenn sie es bis dahin überlebt.

Egal…wir werden sehen, wie es sich anlässt, und wie meine Mädchen, und natürlich auch Faro, sich daran gewöhnen, dass wieder ein Mann im Haus ist, ich hoffe, ich komme in der Zukunft wieder häufiger zum berichten, was bei uns so los ist 🙂

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Ein ganz normaler Tag

Der Tag fing für mich damit an das ich dem Schmied seine am Vorabend bestellten Sachen abzuliefern, damit er sie vor seiner Reise noch bekommt und diese nicht halb nackt antreten muss. Also macht ich mich mit dem ordentlich verschnürten Packet auf den Weg in die Unterstadt, ich muss sagen das ich die Stadt noch nie so ruhig gesehen habe. Ich traf niemanden außer die vor dem Haupttor stehenden Wachen die auch zu dieser Uhrzeit schon einen Munteren und Wachsamen Eindruck machten. Beim neuen Haus des Schmiedes Angekommen sparte ich mir das Klopfen und legte seine Bestellung so ab, dass er sie auch finden würde. Anschließend gönnte ich mir noch ein paar Mützen voll schlaf.

 

Später wollte ich mir etwas die Beine vertreten und traf auf meinem Spaziergang durch die Stadt einen Fremden und seine Kajira auf der Terrasse des Gasthauses, nun waren Fremde in den letzten Tagen keine Seltenheit in der Stadt. Aber als mich der Blaue mit Schneiderin ansprach war ich doch ehr stutzig woher sollte er mich kennen wo ich mich gar nicht an ihn erinnern konnte. Doch als er mir sagt ich solle an einen Mann in dunkler Kleidung und mit längeren Harren denken viel der Tarsk auch bei mir, er war der Fremde der schon vor einigen Tagen in der Stadt war und es nicht für nötig hielt sich selbst vor zu stellen. Als ich mich setzte tauchte auch seine Kajira wieder auf der Terrasse auf, an der ich ihn spätestens wiedererkannt hätte. So redete ich es mir zumindest ein. Nach einem kurzen Wortwechsel tauchte auch einer der Krieger auf der Terrasse auf der den Schreiber in ein Gespräch über Heimstein und die blaue Kaste der Stadt verwickelte, an dem ich mich nur wenig beteiligen wollte. Meine Aufmerksamkeit wendete ich der Kajira zu, der ich vor ein paar Tagen ein versprechen gab (sofern ihr Herr es ihr erlauben würde natürlich) das ich nun einlösen wollte. Nach dem ihr HerSnapshot_008r sich einverstanden erklärte sie in meine Obhut zu geben machte wir uns auf zur Werkstatt. Hier händigte ich ihr das aus was von ihrem alten Leben noch übrig war und was ihr Herr mir geschenkt hatte. Ich wollte ihr die Möglichkeit geben aus den Kleiderfetzen eine neue Tunika für sich zu machen und sehen ob sie so geschickt mit Nadel und Faden war wie sie behauptet hatte. Ich ließ mich mit einer Stickerei auf einer Kiste nieder, dieser schenkte ich nicht einmal halb so viel Aufmerksamkeit wie den Handbewegungen des Mädchens. Diese waren zwar manchmal etwas zu hektisch für meine Auffassung aber im Großen und Ganzen war ich sehr begeistert von dem was die Kleine da machte. Als sie sich freudestrahlend zu mir umdrehte um mir ihr Werk zu zeigen musste ich doch anerkennend nicken denn schlecht hatte sie ihre Sache wirklich nicht gemacht. Nach dem ich sie aufgefordert hatte sich doch noch etwas zu setzen und sie endlich nach ihrem Namen fragte entspannt daraus ein lustiger kleiner Plausch in dessen Verlauf Sanja immer mehr auftaute und ihre doch ehr unbedarfte Art zeigte. Die mir zum einen Zeigte wie viel sie noch zu lernen hatte aber zum anderen ich bei einer Frage fast Träne gelacht habe. Da es hier sicher keinen interessiert worüber eine Kajira und eine Freie Frau so plaudern erspare ich das allen.

 

Als ich mich mit Sanja wieder auf den Weg in die Unterstadt machen wollte um sie bei ihrem Herrn abzuliefern traf ich auf den Schmied der seine Schulden bei mir bezahlen wollte. Während des Gesprächs trieb der Schmied der armen Kajira die Schamesröte ins Gesicht und jagte ihr wohl einen gehörigen Schrecken ein da sie sich hinter mich stellte und hoffte, dass ich sie beschützten könnte! (Manchmal frage ich mich was in den Köpfen der Mädchen vor sich geht wie hätte ich sie vor einem Mann beschützen sollen, zudem sie nicht mal mein Eigentum ist)

 

Nach dem der Schmied seiner Wege ging sprach ich noch ein paar Worte mit Sanja und wir machten uns endlich wieder auf den Weg in die Unterstadt. Tort traf ich ihren Herrn immer noch auf der Gasthausterrasse diesmal mit Georg und Ann die sich gerade über das mieten von Häusern in der Stadt sprachen. Nachdem ich dem Schreiber versichert hatte das sich sein Mädchen gut benommen hatte und ich sehr überrascht über ihr Talent war, konnte ich mich nicht mehr groß an der Unterhaltung beteiligen und hörte nur noch zu. Wie immer in den Späten Stunden füllte sich das Gasthaus noch mit zwei Kriegern. Nach dem Ann sich verabschiedet hatte um mit dem Zeug Meister weiter Inventur zu machen und Georg mit dem Schreiber in Richtung Oberstadt verschwunden war sprach mich der Krieger vom Hof an ob meine Geschäften immer noch so gut laufen würden. Was ich bejahen konnte, der Rest der Unterhaltung drehte sich im Großen und Ganzen um Arbeit und wie gut oder schlecht es ist viel Arbeit zu haben. Nach dem der Krieger ausgetrunken hatte und sich verabschiedete, hatte ich Zeit mir den zweiten Rarii anzusehen der aussah als wäre sein Schwert zerbrochen oder was auch immer Krieger traurig macht. Ich taute mich jedoch nicht so recht zu fragen und freute mich her darüber das Bal anfing auf seiner Mundharmonika zu spielen und mir die Gelegenheit für Fragen nahm. Doch nach dem zweiten Lied musste ich meine Neugier befriedigen, was er mir erzählt stimmte mich traurig und ich wusste noch weniger was ich sagen sollte. Daher war ich ganz froh als der Händler zurück kam und die beiden Männer sich in Möglichkeiten verloren das Problem zu beheben. Da es mir nicht zu steht über die Angelegenheiten von Kriegern zu tratschen werde ich es hier nicht breittreten.

Kajira mit großer Klappe

Na, da hatte ich mir jetzt ja was eingebrockt mit meiner großen Klappe. Wenn ich es verpatze ist nicht nur der Krieger sauer, weil ich nicht halte, was ich verspreche, sondern mein Herr warscheinlich noch mehr, weil ich ihn blamiert habe *seufzt leise* Aber lieber von vorn…

Was gibt's neues?

Was gibt’s neues?

Mein Herr war immer noch nicht von seiner Reise zurückgekehrt und nachdem Marina und ich das Haus in Ordnung gebracht hatten, lief ich wieder in Richtung Unterstadt und Gasthof. Weit und breit war noch niemand zu sehen und so döste ich erst einmal am Brunnen vor mich hin, bis zackige Schritte mich aufschrecken liessen und auch schon einer der Krieger von mir stand. Kurz darauf kamen auch Lita und Dina zum Platz, während die Krieger kurz die letzten Neuigkeiten bezüglich des Verrdiebstahls austauschten und uns Sklavinnen befragten, was es ansonsten noch neues gibt. Herr Rock machte sich erst einmal wieder auf den Weg zu seinen Kesseln, dafür tauchte dann Krümel auf, die Sklavin der Sängerin. Als sie relativ flappsig im Stehen den Krieger grüsste, schaute ich ja schon bissl komisch, als sie sich dann aber zwischen uns Mädels direkt vor dem uns zugewandten Krieger bequem hinflegelte fragte ich sie leise ob sie nicht mehr knien muss, auch Lita runzelte die Stirn und Dina guckte ziemlich komisch. Sie meinte, sie könne ja nicht jedesmal knien wenn sie jemanden grüsst, leuchtet auch ein, nur lief sie ja nicht weiter sondern blieb, bequem als wäre sie ebenfalls frei, sitzen. Ich murmelte nur noch was davon, ob sie sicher wäre Sklavin zu sein da brüllte auch schon der Krieger irgendwas von Sklaven die überleben wollen oder irgendwas ähnliches, und ehe wir uns versahen, klappte es ja doch mit dem Knien.

Terrassenplausch

Sklavin oder nicht Sklavin?

Zumindest für kurze Zeit, denn der Platz füllte sich wie fast immer recht schnell und auch die Herrin des Mädchens kam nun dazu und nach einem kurzen Plausch zog es die Freien zur Terrasse. Lita und ich folgten ihnen während Dina noch anderes zu erledigen hatte und sich zurückzog und eigentlich wollte ich auch schon weiter, doch das Mädchen flegelte sich genauso bequem wie zuvor neben ihre Herrin an den Tisch, was nun den Unmut der Herrin Kyra heraufbeschwor, die die Sängerin in ein längeres Gespräch über Sklavinnen, die keine sind und dass Knien nicht weh tut, verwickelte. Mühsam versuchte ich mir das Lachen zu verkneifen da die Herrin genau das ansprach, was ich davor schon zu Krümel flüsterte, aber in Anwesenheit des eigenen Besitzers zählt natürlich, was der sagt. Allerdings wies die Herrin Kyra auch drauf hin, dass einer Sklavin kaum bewusst sein kann, was sie ist, wenn sie so verhätschelt wird. Krümel antwortete zwar auf die Frage was sie ist mit *ich bin eine Sklavin* ehrlich gesagt bezweifele ich aber ebenso wie die Herrin Kyra, dass ihr Stand ihr bewusst ist, zum Glück ist das nicht mein Problem und da ich mich kaum noch beherrschen konnte, flitzte ich rasch nach drin, wo ich erst einmal wirklich laut lachen musste, und mich dann über das Geschirr hermachte, das mir einen Grund gab länger drin zu bleiben, damit ich mich wieder in den Griff bekomme. Nicht dass noch eine der Herrinnen denkt ich lache sie aus.

Plausch mit dem Krieger

Plausch mit dem Krieger

Als ich wieder hinauskam fand ich nur noch Lita und die Herrin Kyra auf der Terrasse und so lief ich gleich weiter, eigentlich auf dem Weg in die Oberstadt. ‚So genau guckte ich wohl auch nicht nach vorn und wäre fast in den nächsten Krieger reingerannt, denn Herr Talaran strebte grad dem Gasthaus zu. Grad noch konnte ich schliddernd abbremsen und sank auf die Knie um zu grüssen, und wollte direkt auch gleich weiter, denn ich ging davon aus, dass der Herr sich zu einem Plausch zu der Herrin gesellen wollte, doch ich täuschte mich. Ihm schien tatsächlich der Sinn danach zu stehen mit mir zu reden, denn er verwickelte mich in ein Gespräch über Rache der Priesterkönige, Kriege und alte Erinnerungen und kurz darauf schwelgten wir beide in Erinnerungen an das ganz alte Lydius, wo ich den Herrn kennenlernte, kurz nachdem man mich nach Gor gebracht hatte und ich noch am lernen war. Sooooooo lange schien das schon her zu sein, doch irgendwie kamen wir dann auf das Thema Tanzen, dieser Herr liebt es, Sklavinnen die sich bewegen können, dabei zuzusehen. Vor allem die traditionellen goreanischen Tänze mit all ihren Facetten und unterschiedlichen Schwerpunkten haben es ihm angetan, neulich in der Taverne nach meinem Zarsieg war er ja schon eins der *Opfer* die ich mir für meinen spontanen und äußerst frei interpretierten Kettentanz ausgesucht hatte.

Ja, und dann passierte es: Er schwärmte davon wie gut ich tanzen kann und dass er bisher nur einmal ein Mädchen sah, welches ihm noch einen Tick mehr gefiel, woraufhin ich übermütig rausplatzte, das dies gar nicht sein könne und ich ihm das jederzeit gern beweisen würde, dass ich besser bin. Puh…., na da hatte ich ja was gesagt! Natürlich machte ich keinen Rückzieher als er mich nicht von der Angel ließ und sich äußerte, dass er mich genauso kenne, keine Herausforderung auslassen und so. So ganz wohl war mir nicht, denn Geschmäcker sind ja verschieden und ich hatte mich ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt, aber zurück ging nun auch keinesfalls mehr und so fragte ich ihn, ob er denn einen bestimmten Wunsch hätte. Hatte er, und natürlich war es der Kettentanz. Und das nicht in abgewandelter Form sondern in voller Länge. Hach ja…, als er mich dann entließ um sich noch einen Paga zu gönnen, und ich dem Haus meines Herrn zustrebte wirbelten die Gedanken durch meinen Kopf. Nun kann ich nur hoffen dass ich durch meine große Klappe nicht noch meinen Herrn blamiere und der Krieger nicht von mir enttäuscht ist, also heißt es üben, üben und noch mehr üben, Tanzen, aber auch meinen Mund rechtzeitig zu halten in Zukunft ^^

Der Geruch von verbranntem Fleisch

Das Strahlen auf dem Gesicht glich dem Meinen als ich meinen Gefährten auf dem Marktplatz antraf. Er drückte mich überschwänglich an sich was mich natürlich unsagbar freute. Aber es wäre nicht zum ersten Mal das sein Überschwang Unmut bei den anderen Bürgern Jorts hervorrufen würde. Er stand bei einem Krieger und einem Heimsteinfremden und so genoss ich seine Umarmung. Doch leider war sie viel zu schnell vorbei, denn Asma versuchte rücksichtsvoll auf sich aufmerksam zu machen, sie kniete auf dem schneefreien, doch ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen recht kalten Boden. Done sprach sie an und sie sprudelte die Nachricht die sie zu überbringen hatte heraus. Lady Katara wünschte eine Sklavin zu branden. Done schaute mich mit einem Ausdruck an der mir zeigte, das er sich zwar gerade etwas anderes wünschte als zu arbeiten, aber das ging vor. So gingen wir Richtung Schmiede. Dort warteten schon Katara, der Hauptmann und besagte Sklavinz165_001 deren Gesichtsausdruck noch schlimmer aussah als der von Asma auf dem kalten Boden. Dabei würde ihr sicher bei dem Brand nicht wirklich kalt werden, naja vielleicht doch die Schmiede hatte keine Tür und das Kreuz an dem sie festgeschnallt werden würde war schon etwas von der wärmenden Esse entfernt. So in meinen Gedanken versunken bekam ich über die folgenden Wortwechsel nicht viel mit, erst als Done die letzten Schritte zur Schmiede zurücklegte raffte ich mich auf und folgte dem Pulk. Ich setzte mich auf das Fass, das mit einem weichen Kissen versehen war und beobachtete meinen Gefährten und das rege Treiben das die Schmiede erfasst hatte. Done feuerte die Esse an, legte das Brandeisen in die Glut und alles ging wie immer reibungslos seinen Gang. Katara hies ihre Sklavin sich zu entkleiden. Ich lachte auf als jene erstaunt und mit großen Augen fragte „Alles meine Herrin.“ Wohl in Anbetracht der Kälte und eventueller Heilerrechnungen ließ Katara sie ihren Carmisk anbehalten und instruierte Done den Brand auf die Innenseite des Schenkels zu setzen. Nun war es an uns die Augen staunend aufzureißen. Ich habe das setzen einiger Brände miterlebt aber auf die Innenseite. Mich schüttelte es. Das dürfte nochmal eine Spur schmerzhafter sein. Asma, die die nun zittrige Sklavin an das Kreuz gebunden und den Schenkel fixiert hatte, machte sich schleunigst aus dem Staub. Sie war nicht wirklich wild auf einen zweiten Brand. Was ich ihr nicht mal verdenken kann.

Mit sichtlichem Vergnügen versicherte sich Done der Stelle an den der Brand zu setzen war. Als er nah bei der Hitze der Sklavin angekommen war sagte Katara ruhig „Eine Handbreit weiter unten Done.“ Er lachte kurz auf und holte das Eisen nachdem er nochmals das Feuer erhitzt und die Kohlestücke abgeklopft hatte. Fachmännisch wie immer setzte er den Brand auf das weiche Fleisch der Kajira und sofort erfüllte ein beißender Gestank die Schmiede und das elendige Gejaule der Sklavin hallte sicher bis zur Gaststube. Ich atmete durch den Mund aus damit ich z165_003nicht zu viel des Geruchs abbekam und ich sah an Kataras Gesicht, die um ihrer Sklavin beizustehen nah bei ihr geblieben war, das sie nur mühsam einen Würgreiz unterdrücken konnte.

Während Kin sich bei Asma nach einer Beschreibung des Wortes „Klabautermann“ erkundigte den die Sklavin im Aufschrei wohl angebetet hatte kam Done schmunzelnd und mit schwingendem Eisen auf mich zu. Flüsterte na meine Gefährtin wie wärs … nun du. Ich schüttelte lachend den Kopf wusste ich doch das er nur scherzte.

Katara begutachtete die Arbeit und zahlte Done die Kupfer für das setzen des Brandes mit dem sie sehr zufrieden war. Der Hauptmann war mittlerweile schon gen Gaststube getigert, hatte die Arbeit des zu sehens derselben ihn wohl durstig werden lassen.

Die Antwort auf Dones Frage, die auch ich mit Spannung erwartete, warum denn die Innenseite des Schenkels, fiel wesentlich unspannender aus als ich gedachte hatte und so ganz glaubte ich sie ihr auch nicht. Beim knien kann man den Brand überall auf dem Schenkel gut sehen. Ich werde sie bei Gelegenheit wenn ich mit ihr alleine bin nochmals darauf ansprechen.

Sie schnappte sich ihre Sklavin, die nunmehr mit noch zittrigeren Beinen neben ihr Stand, und lies Done und mich allein. Er zog mich wieder an sich „Ein Paga und deine Wärme meine Gefährtin.“z165_005

Ich schmunzelte und folgte ihm in unser Heim. Ich servierte ihm einen Paga den er nur zur Hälfte genüsslich trank. Dann befahl er mir die Fenster zu verhängen und mich auszuziehen. Als die Fenster durch meinem Ober- und meinem Unterrock verhangen waren, zeigte er mir was man noch alles so mit Paga anstellen kann.

Die Qual der Wahl einer Sklavin

Auf dem Marktplatz fiel mein Blick sogleich auf den Fremden, der bequem und lässig auf einer Bank vor dem Brunnen saß. Ich ging skeptisch nach ihm schauend weiter auf den Hauptmann und einen Krieger zu, die vor dem Kennel standen. Als ich dort angekommen war, bemerkte ich das der Kennel nicht verwaist, sondern belegt von einer … ja was eigentlich, war. Aber Eines nach dem Anderen.

 

Ich fragte den Hauptmann ob er denn schon den Fremden bemerkt hätte, der mit seiner dunklen Hautfarbe und der dünn anmutenden Kleidung schon sehr auffällig war. Hatte er wohl nicht. Er ging drei Schritte zur Seite und plärrte ein lautes „Tal“ über den Platz. Der Fremde reagierte auch sogleich. Aus den Augenwinkeln bemerkte ich das der Krieger mit dem was auch immer im Kennel beschäftigt war. Ich sah nur kurz weiße Kleidung aufblitzen, kümmerte mich dann aber zunächst um die Angelegenheit um den Fremden.

 

Er grüßte uns freundlich zurück. Faselte etwas davon das er gerade aus Turmus angereist wäre und das es wohl besser wäre in Kriegszeiten nicht am Vosk entlang zu reisen, da man ihn ja bereits überfallen hätte. Mein Blick war genauso fragend wie der vom Hauptmann.

Wir sind im Krieg … gut zu wissen und überfallen wie warum hä… ?

 

Der Hauptmann beugte sich über die Hand des Fremden, die jener uns zur Ansicht hinhielt und meinte ich solle doch versuchen ihn zu verbinden. Meine Augen sprangen verblüfft auf. ICH! Wieso das denn. Ich bin Schreiberin und keine Heilerin.

Ich murrte laut auf, so dass der Hauptmann sich gezwungen war mir ins Ohr zu flüstern, ich solle ihn verbinden und dabei versuchen ihn z124_001auszuhorchen. Er hätte ein flaues Gefühl bei dem Fremden im Magen.

Dieser Aufforderung konnte ich ja wohl kaum entgegensprechen, so bat ich den Fremden mir zu folgen, in dem Versprechen mein Bestes tun zu wollen. Ich ging davon aus, dass der Hauptmann sich in Rufweite postieren würde, falls ich in Bedrängnis geraten sollte.

 

Der Fremde folgte mir in die Heilerei und im Bestreben so zu tun als wüsste ich wie vorzugehen wäre bei einer solchen Verletzung, machte ich mich an die Arbeit. Ein Sud aus grünem Paga würde ihm sicher nicht schaden, nachdem die Wunde zwar verdreckt aber nicht sehr tief zu sein schien. Wohl eine Abwehrverletzung, ein Schnitt von einem Messer, also so sah es in meinen laienhaften Augen jedenfalls aus.

 

Während ich geschäftig herumfuhrwerkte versuchte ich mehr über den Fremden herauszubekommen. Seinen Namen, wo er herkam und wie dazu käme zu behaupten wir seinen im Krieg. Bei der Geschäftigkeit entspannte ich mich ein wenig. Zumindest solange bis ich die langen Fingernägel bemerkte die seine Finger zierten. Eiskalt lief es mir den Rücken herunter. Die Finger erinnerten mich an eine Mamba die mir einmal während meiner Reisen über den Weg gelaufen war. Der Fremde, der sich Yasid nannte, bemerkte mein Stocken und fragte nach. Ich stammelte was von fehlender Maniküre, was bei ihm zu einem Lachanfall führte. Er meinte ich könne ihm ja eine zuteilwerden lassen. Was ich dann auch umgehend tat, war mir lieber ihm die Krallen zu stutzen als sie vermeintlich im Rücken zu spüren.

 

Zum Abschluss drückte ihm dann noch ein kleine Flasche Paga aufs Auge und warf einen neugieren Blick dabei in seinen Geldbeutel. Als er dann dankend über die Hilfe aus der Heilerei verschwand, ging ich erleichtert nach draußen. Froh über die nicht ganz so nachhaltigen Informationen und froh darüber es unbeschadet überstanden zu haben. Der Hauptmann war sichtlich über die fehlende Fülle der Informationen nicht ganz so begeistert. Doch die Schwierigkeiten die der Krieger mit der Sklavin, die er nun aus dem Kennel geholt hatte, lenkten uns alle kurzfristig davon ab.

 

Die Sklavin fauchte und wütete wie ein wildgewordenes Giani. Ich bin mir nicht so ganz sicher was dem Ereignis, dass nun folgte voran gegangen war. Ich hörte nur wie der Krieger mehr als einmal eindringlich auf das fauchende Etwas einredete, jene aber aus Stolz, Hochmut oder aus was auch immer nicht auf ihn einging. Für mich fast unerwartet und dadurch reichlich überraschend zog der Krieger, den Dagger, der schon eine Weile am Hals der Sklavin lag, einmal rasch durch und mir wurde fast umgehend fahl im Magen als das Blut auf die eisigen Marktplatzsteine spritzte.

 

Der Körper der Sklavin sank zusammen als das Leben aus ihr herauslief. Der Dagger wurde an ihrer Kleidung sauber gewischt und der Krieger meinte: „Nun sie hat gewählt!“ und stellte sich zu uns.

 

„Das lässt du aber nicht da liegen!“ meinte ich zu ihm.

Er wandte sich um und meinte „Wieso denn nicht?“

z124_002Katara stand auf und ging mit leisen Worten auf die Gaststube zu, als der Hauptmann dem Krieger zu raunte das sein Sleen sich freuen würde und sie den Rest der Sklavin zu dem Käfig schaffen würden. Ich folgte eiligst Katara nach. Das was auch immer nun folgen würde, wäre sicher zu viel für meinen Magen. Den von Katara, so lecker zubereitete warme und gewürzte Kalana konnte ich nur eingeschränkt so genießen wie er es vielleicht verdient hätte. Denn er erinnerte mich zu sehr an die Blutlache nicht weit von dem Ort wo wir jetzt saßen.