Nichts als Stress und Ärger!

…Na gut, nicht nur. Immerhin konnte ich zwei Sklavinnen gewinnbringend an den Sattler und das erste Schwert verkaufen, und wie es aussieht wird auch die Dritte im Bunde, Ulmi, eine Barbarin, zeitnah verkauft und wir bekommen wieder Platz im Sklavenhaus. Nichtsdestotrotz vergeht kaum ein Tag, an dem ich mich nicht ärgern muss!

Daß Hope, die andere Barbarin nur schwerlich lernt und immer wieder Rückschritte macht, wenn ich gerade glaube sie kommt voran, ist nur das eine. Daß aber meine First -halt nein, ehemalige First- den Aufstand probt, das geht zu weit. Kurioserweise verhält sie sich erst wieder so, seitdem mein Gefährte von seiner langen Reise endlich heimgekehrt ist. Ich bin mir nicht sicher, ob sie glaubt, durch seine Rückkehr Vorteile zu haben, oder was ihr sonst durch den Kopf ging, als sie anfing sich genauso zu benehmen, wie sie es der Barbarin immer vorwarf. Jedenfalls wurde es mir vor einigen Tagen zu bunt und ich entzog ihr den ersten Platz an meiner Kette, und damit auch sämtliche Privilegien. Soll mein Gefährte sich um ihre Allüren kümmern, irgendwann reißt sogar mir einmal der Geduldsfaden *grummelt und atmet erst mal tief durch*

Wie dem auch sei, gestern jedenfalls, gab es gleich wieder Grund…, obwohl der Tag eigentlich recht gut anfing: Die beiden Barbarenmädchen zeigten seit einigen Tagen Interesse am Zar, und so meldete ich sie direkt zum aktuellen Turnier an. Weniger, weil ich glaube sie hätten gute Chancen, sondern einfach, weil Erfahrung übt, und vor allem das Spiel gegen viele verschiedene Leute. Ulmi hatte nun gestern ihr erstes Spiel, sie schlug sich recht gut, auch wenn sie verloren hat. Das tat aber meiner bis dahin guten Laune keinen Abbruch, denn wie gesagt: Es ging hier noch überhaupt nicht ums gewinnen. Gleich aber als wir mit der Fähre anlandeten ging’s los:

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Quasi während wir an Land gingen, sprang der Tischler auf die Fähre und erzählte, er zieht dann jetzt mal weiter, weil seine Arbeit hier an der Bäckerei beendet wäre. Hä? Beendet? Eigentlich ging ich davon aus, dass er sich in Jort’s niederlässt, oder vielmehr hatte er das eigentlich schon getan, ein Haus gemietet und was man eben so tut, wenn man sich niederlässt. Natürlich fragte ich nach, und während Jort mit ihm und der Fähre bereits ablegte, tauschten wir uns über das Wasser rufend aus, und so erfuhr ich, dass er eigentlich auch bleiben wollte, aber für seine Kastenzugehörigkeit an die Handwerkerkaste nun 1 Silber zahlen sollte, was er sich nicht leisten kann. Da er aus dem Norden ist, würden ihm aber so alle Wege im zentralen Gor versperrt bleiben, wenn er keine Kaste hätte. Womit er recht hat, denn davon konnte ich selbst ja nun ein ziemlich lautes Liedchen singen.

Ich brüllte noch, bevor er am anderen Ufer anlegte, daß ich mit dem Rat reden würde, und daß es mir neu wäre, dass man sich Kastenzugehörigkeiten erkaufen muss, dann stapfte ich schon ziemlich stinkig in Richtung Gasthaus. Mir war schleierhaft, wieso man gerade fähige Handwerker wie den Tischler quasi aus der Stadt jagte, ein Silber, sind die denn irre? Soviel kosten ja nicht mal die meisten meiner Mädchen, wenn ich nicht grad zufällig mal eine Tänzerin oder ähnliches an der Hand habe zumindest. Prima, kaum dort angekommen kam der nächste Aufreger, denn mir fiel ein, dass der Tischler erwähnte, aus der Stadtkasse bezahlt worden zu sein. Theoretisch super…, die Stadtkasse führe allerdings ich, und mir lag noch nicht einmal ein Antrag auf Bezahlung von irgendwas vor, geschweige denn, daß ich etwas ausgezahlt hätte, also wer bedient sich denn da am städtischen Eigentum ohne mein Wissen?

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Entsprechend war meine Laune, als ich am Gasthaus ankam, Jarcath hielt mich noch kurz auf, und dann auch noch der Schmied. Vielleicht glücklicherweise, denn so bekam ich nur am Rande mit, wie der zweite Krieger und Ratsmitglied einige Fremde aus der Stadt jagte. Wieso, warum habe ich nicht wirklich mitbekommen, vielleicht auch ganz gut so. Zumindest wurden so einige Kissen am Tisch frei, von denen ich mich auf eins fallen ließ, und da ich gerade drei Krieger so schön beisammen hatte, noch dazu zwei vom Rat, sprach ich sowohl die Käuflichkeit von Kasten an, wie auch die Selbstbedienung aus der Stadtkasse, nur um gleich nochmals darauf hinzuweisen, dass man nicht immer nur aus der Kasse nehmen kann, sondern auch dafür sorgen muss, dass entsprechend eingenommen wird!

Der Hauptmann redete sich natürlich gleich erst mal raus, während der zweite Krieger gewohnt knapp aber präzise die Dinge auf den Punkt brachte. Zudem versprach er mir, dass der Rat sich auch um die käufliche Kastenzugehörigkeit kümmern würde, denn auch seiner Meinung nach sollte eine Kastenzugehörigkeit nicht mit Geld, sondern mit Wissen und Können erworben werden. Gegen einen Mitgliedsbeitrag bei diesem Zusammenschluss der niederen Kasten, hätte er allerdings nichts, aber darum gings mir dann ja auch wieder nicht. Ich hoffe, dies wird im Sinne aller vernünftig geregelt werden können, denn es wäre schon sehr ärgerlich, wenn aus diesem Grunde fähige Handwerker die Stadt verlassen.

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Wie ich allerdings später von Luna erfuhr, und dann auch noch  vom Schmied, hatte der Tischler offenbar doch wieder nach Jorts übergesetzt und ist nicht weitergezogen. Vielleicht hat ja mein Gebrülle von Rat und Klärung was geholfen? Wer weiß das schon. Ich hoffe nur, die nächsten Tage werden wieder ruhiger, damit ich zumindest ab und an mal meinen Gefährten zu Gesicht bekomme, denn auch das erfuhr ich gestern nur nebenbei: Er ist offenbar wieder im Rat!

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Ein Kopfgeld

und seine Folgen…

Dabei fing der Tag eigentlich nicht so chaotisch an, wie er dann enden sollte, aber eins nach dem anderen. *seufzt leise*

Ich schreckte aus einem unruhigen Schlaf hoch und jeder Knochen tat mir weh, so komisch verdreht wie ich lag auch kein Wunder. Ach ja richtig, so langsam kam die Erinnerung zurück. Mein Herr war vor Erschöpfung zusammengebrochen, fast vorhersehbar, dass dies irgendwann passieren musste, so matt wie er die letzten Tage wirkte. Erschrocken fuhr ich hoch als mir siedendheiß einfiel, dass ich vor lauter Sorge vergessen hatte die Herrin, die sich seit einigen Tagen als „Gast“ bei meinem Herrn im Haus aufhielt, wieder zu fesseln und zu allem Überfluss vermutlich auch die Tür nicht abgeschlossen hatte. Verdammt! Mit einem Schlag hellwach rannte ich nach unten – und atmete mehr als erleichtert auf: Die Herrin schlief tief und fest vor dem Feuer auf dem Fell, ohne Ketten und Knebel und hatte scheinbar nicht mal versucht zu fliehen, denn ich hatte tatsächlich vergessen die Tür zu verschließen, wie ich kurz darauf feststellte.

Halbfinale

Halbfinale

Puh, nochmal Glück gehabt…ich beseitigte erst mal das Chaos im Haus, bis mir einfiel dass das Halbfinale im Zar ansteht. Oh man ausgerechnet heute, was sollte ich nur machen? Meinen Herrn wecken, der endlich mal schläft und sich erholen könnte? Oder einfach nicht zum Spiel fahren und riskieren, dass er mir den Kopf abreißt wegen dem verlorenen Preisgeld? Und vor allem wollte ich diesen verhassten Namen, den er mir, seitdem ich in Belnend zweimal den undankbaren vierten Platz innehatte, endlich loswerden. Neljas…Vierte! Neee ich wollte mir auf jeden Fall meinen alten Namen wieder verdienen und ihn nicht schon wieder enttäuschen! Hin und her überlegte ich, dann verließ ich das Haus. Diesmal dachte ich allerdings ans abschließen, und ich hoffte ich fand einen Krieger, den ich überreden konnte, mich dorthin zu bringen. Lange musste ich nicht suchen, denn ich knallte direkt vor der Tür in eine der jortschen Wachen, offenbar wollte der Herr gerade klopfen, als ich rausgestürmt kam. Zu meiner Verwunderung erklärte er mir, dass wir langsam los müssten zum Spiel. Immerhin war er so freundlich mir zu sagen, dass mein Herr offenbar in aller Frühe aufgestanden war, um ihn zu engagieren und sich danach wieder hingelegt hatte. Ich muss ganz schön fest geschlafen haben, denn davon hatte ich nichts bemerkt.

Egal, die Teilnahme am Halbfinale war gesichert und nach einer recht schnellen Überfahrt kamen wir auch an. Ein wenig mulmig war mir schon, immerhin musste ich wieder gegen die zur Zeit wohl stärkste Spielerin antreten. Ich hatte sie zwar bereits in diesem Turnier von der Gewinnerrunde in die untere geschickt, in dem Jahresbesten-Turnier allerdings beide Spiele gegen sie verloren. Und kurz danach landete ich dann auch in der unteren Runde. Ob ich es noch mal schaffen könnte, sie zu schlagen? Ja! Ich schaffte es, knapp zwar, aber gewonnen ist gewonnen! Finaleeeee ich komme!!! Den ganzen Rückweg über trällerte ich vor mich hin und ging dem Krieger mit meiner guten Laune vermutlich gehörig auf die Nerven, zumindest grummelte er fast den ganzen Weg, aber auch das konnte mich nicht bremsen ^^

Besprechung in der Festung

Besprechung in der Festung

Zurück in Jort’s wollte ich dann möglichst schnell meinem Herrn die gute Nachricht bringen, dass ich am nächsten Tag Finale spielen würde, tja…soweit kam ich dann aber für eine ganze Weile nicht, denn dann wurde es irgendwie ziemlich chaotisch. Es fing harmlos damit an, dass einer der Krieger mich am Spielehaus aufhielt und mir ein Pergament gab, welches ich meinem Herrn geben solle. Das war an sich nicht ungewöhnlich, diente ich öfter mal als Überbringer für irgendwas zu meinem Herrn und so warf ich nur flüchtig einen Blick darauf und war schon halb am aufrollen, um es mir in den Bund zu schieben bis ich stutzte. Wie bitte? Ich schaute genauer hin und las nun doch alles, bestimmt zum zigsten Mal dankbar darüber, dass man mir damals in Lydius erlaubte  zu der Sprache auch gleich diese umständliche goreanische Schrift zu lernen, während Angst um meinen Herrn sich so langsam ausbreitete, denn in diesem Aushang stand folgendes:

Gesucht wird:

Die Bäckerin Gwenda aus Sulport 

Genaue Beschreibung ist in Sulport zu erfragen
Lebend 10 Gold.

Beteiligte Entführer (bewiesen)
Lebend 2 Gold
Tot 50 Kupfer – Kopf reicht

Anführer der Entführung (bewiesen)
Lebend 5 Gold
Tot 5 Kupfer – Kopf reicht

Rannug – Regent aus Teveh

Nun bekam auch der andere Krieger, der sich im Spielehaus aufhielt mit, um was es ging, und vor allem, dass es auch um ihn ging, da er zu den Kriegern gehörte, die mein Herr beauftragte, die Herrin aus Sulport zu holen. Gut klar, noch weiß niemand, wo sie tatsächlich ist, aber so ein Kopfgeld in dieser Höhe zieht alles mögliche Gesocks an, die sich schnell ein paar Münzen verdienen wollten, es würde sicherlich nicht lange dauern bevor man auch hier genauer nachfragte, und irgendwie redeten dann alle durcheinander und auf mich ein. Zu allem Überfluss erschien dann auch noch der Hauptmann, der, nachdem er im Bilde über das Kopfgeld welches ausgesetzt wurde war, umgehend die beteiligten Krieger in die Festung zum Gespräch befahl. Ich überlegte grad noch, wie ich es anstellen könnte mitgehen zu dürfen, um meinen Herrn später zu berichten, da hörte ich glücklicherweise Herrn Skal bereits einen Befehl in meine Richtung bellen, ihm zu folgen.

Unterbringung der Krieger

Unterbringung der Krieger

In der Festung erfuhr ich dann endlich auch, wieso den Händler, der dieses Kopfgeld ausbrachte, überhaupt eine Bäckerin aus Sulport interessiert, schließlich kommt es ständig vor, dass Freie aus Städten entführt werden um versklavt oder sonstwas zu werden. Wen außer dem eigenen Heimstein sollte dies schon groß interessieren, aber Herr Skal sagte mir, dass der zukünftige Gefährte der Bäckerin wohl verwandt mit dem Händler ist. Und nun wusste ich auch endlich wer dieser Tristan ist, von dem die Herrin erzählte…Richter, zukünftiger Gefährte und Bruder des Händler Rannug. Jedenfalls sagte dies so der Herr Skal! Oh man, das klang nicht gut und auch wenn dieses Kopfgeld erst einmal nicht aussagte, dass man die Herrin hier vermutet, beschloss der Hauptmann kurzerhand, die beiden Krieger, die mein Herr für seine Rachepläne engagierte, bei meinem Herrn im Haus einzuquartieren, denn ein Haus lässt sich schließlich besser schützten und bewachen als Drei! Au weia….ich hoffte nur mein Herr wäre fit genug diese Neuigkeit wenn er sie erfuhr ohne grössere Wutanfälle zu überleben.

Nach endlosen Rundläufen durch die Stadt, immer im Schlepptau des Herrn Skal, der nebenbei auch noch den anderen Krieger einsammelte, zogen beide ins Haus meines Herrn ein, der zum Glück immer noch schlief. Wie ich ihm das beibringen sollte wusste ich noch nicht, und es behagte mir so gar nicht, dass der eine der Krieger seine Sklavin mitnahm. Ich traute dem Mädchen nicht ganz, schließlich war sie erst sehr kurz in seinem Besitz und hat lange in den Wäldern gelebt und hier ging es um den Kopf meines Herrn und den der Krieger! Aber Herr Bal wischte meine Einwände weg *seufzt leise* das einzige was ich tun konnte war ihr drohend zuzuzischen, wenn sie es wagt irgendwem nur ansatzweise zu sagen, was sie im Haus meines Herrn sieht, würde ich sie eigenhändig in den Sleenkäfig werfen, egal ob ich danach bestraft werde oder nicht! Zuviel Angst hatte ich meinen Herrn zu verlieren…

Berichterstattung

Berichterstattung

Herr Skal verließ das Haus noch einmal, und während der andere Krieger das Erdgeschoss des Hauses meines Herrn in eine Waffenkammer verwandelte und überall Schwerter und Dolche für den Notfall platzierte, schaute ich nach oben, ob mein Herr schon wach ist. Ich nahm einen großen Becher Tee mit ganz viel Honig mit hinauf, hoffte ich der Honig würde verhindern, dass er sich allzu sehr aufregt, denn Dina schwört, dass es bei ihrer Herrin hilft, wieso also nicht auch bei meinem Herrn? Er war schon wach, und so brachte ich ihm, nachdem ich ihm den Tee aufgedrängelt hatte, so schonend wie es geht bei, was es Neues gab. Er regte sich wirklich nicht so sehr auf, ich glaube Dina’s Honigmethode funktioniert wirklich, und als er mich dann fragte, ob es auch gute Neuigkeiten gibt erzählte ich ihm strahlend und glücklich, dass ich das Zarspiel gewonnen habe, und im Finale spielen darf. Noch viel größer wurde meine Freude als man meinem Herrn eindeutig ansah, dass auch er sehr stolz auf mich war, ich überhörte sogar fast, dass er mich mit Shani ansprach. Erst als dies mein Hirn erreichte strahlte ich fast noch mehr und stammelte…*ich darf wieder Shani heissen mein Herr?* Er nickte, und im Überschwang schlang ich meine Arme so stürmisch um ihn, dass er, geschwächt wie er leider noch ist prompt umfiel, allerdings lachte er dabei und so nutzte ich das schamlos aus und schmiegte mich noch mal ganz fest an ihn. Leider schob er mich dann zur Seite, um noch kurz mit dem Krieger unten zu reden. Sie brachten die Herrin sicherheitshalber dann lieber nach oben, und auch mein Herr legte sich nach dem Gespräch bald wieder hin, um für den morgigen Tag Kräfte zu sammeln….

Und hier auch noch die andere Seite: Grundsätze und Wege in die Schlacht

Ein Sklavenhändler für Jort’s und ein total verkorkstes Spiel

Zeitig stand ich diesmal auf und schwamm erst mal ein paar Runden im kühlen Vosk. Herrlich war es, bei dieser wahnsinnigen Hitze, die auch die Städte am Vosk heimsuchte, sich so abzukühlen, und viel viel schöner als die olle Sklavendusche hinter dem Gasthaus ist ein Bad im Vosk allemal! Viele Runden und einen kleinen Plausch mit dem Fährmann Jort später, machte ich mich erfrischt auf den Weg zurück in die Stadt. Mein Herr würde sicherlich schon über seinen Papieren sitzen, vielleicht ab und an mal von dem leckeren Frühstück probieren, welches ich ihm wie jeden Tag bevor ich das Haus verließ bereitstellte, aber ansonsten kaum ansprechbar, wie meist wenn er in seinen Papieren versinkt.

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Ich steuerte das Gasthaus an, um nachzusehen ob die beiden Barbarinnen, die seit einiger Zeit an der Stadtkette waren, aufgeräumt hatten, stoppte aber schon an der Terrasse verwundert, als ich den Sklavenhändler aus Jumanah dort mit einer mir unbekannten Sklavin sitzen sah. Er hatte zwar einen Besuch angekündigt, aber so schnell hatte dann doch niemand mit ihm gerechnet. Er war gerade dabei seiner Sklavin, die scheinbar noch nicht lange den Kragen trägt, anhand der Kleidung zu erklären, was ihr gehört, oder vielmehr dass ihr eben nichts gehört. Sie stand ziemlich verschämt nackt da und versuchte sofort ihre Blöße zu bedecken, obwohl nur ich herankam. Immerhin bekam sie dann ihre Kleidung wieder, gleich mit der Ermahnung, wenn sie meint wieder Regeln zu brechen, würde sie eben erst einmal eine Zeit ohne rumlaufen. Sie wird es schon noch lernen, auf die ein oder andere Weise, wie jede von uns ^^

Was er sonst erzählte, klang eher nicht so erfreulich. Also für Jort’s schon, aber für ihn nicht so sehr. Als wir abreisten hatte er sich wohl mit seinem Bruder noch überworfen, der für Handelsdinge nicht so wirklich sehr viel Verständnis zeigte, und die beiden Brüder einigten sich ihre brüderliche Liebe besser auf grössere Entfernung zu pflegen, und so kam er nach Jort’s, um sich für den offenen Posten des Stadtsklavenhändlers zu bewerben. Ich strahlte glaub ich direkt heller als die Sonne als ich das hörte. Nicht nur, dass die Stadt dann vielleicht endlich einen Sklavenhändler hätte, der sich um die Stadtsklavenverwaltung und den Verkauf kümmern würde, nein sondern sie würde auch noch einen sehr guten bekommen, der sich noch die Mühe macht die Sklaven nicht allein lernen zu lassen und sich eben darum kümmert, ohne aus jeder eine Marionette zu machen, die stumpf genau dasselbe tut wie die neben ihr. Ich mein, wir haben ja eh schon die Herrin Teddy in der Stadt, die gorweit bekannt für ihre sehr gute Ware ist, nicht jeder kann sich rühmen, eine echte Pinion zu besitzen! Allerdings nimmt sie nur noch wenige Privataufträge an und widmet sich ansonsten ihrer Blumen- und Pfefferzucht, aber als der Herr Joam hörte, dass die Herrin bei uns in der Stadt lebt, nahm er sich gleich einen Besuch so ganz kastenintern vor, wenn sie von ihrem Landsitz zurückgekehrt ist. Ich sagte ihm noch, dass mein Herr für die Einstellungen zuständig wär und er wollte auch mit ihm so bald wie möglich sprechen.

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Das wurde an diesem Tag dann aber zumindest nichts. Es kam noch mehr Besuch und als ich grad dabei war alle mit Getränken zu versorgen stürmte mein Herr die Terrasse und wollte noch einen Paga auf die Schnelle bevor wir abreisen müssten. Abreisen? Wir? Dann fiel es mir siedendheiß ein: Mein Zarspiel! Das hatte ich jetzt selbst beinahe vergessen und schuldbewusst fiel mir noch was ein: Ich hatte nicht ein einziges Mal zwischen dem letzten und diesem Spiel geübt. *seufzt* Das konnte ja nur schiefgehen! Tat es dann auch… Gleich relativ früh im Spiel übersah ich eine Leiter meiner Gegnerin, die es ihr ermöglichte, mich zu blocken. Ein, zwei andere Möglichkeiten nutzte ich dann auch noch nicht und so kam es wie es kommen musste. Ich verlor, zwar nicht haushoch, aber immerhin kickte es mich aus dem Turnier.. Schuldbewusst sah ich meinen Herrn an, der ziemlich ärgerlich war. Klar, nicht nur dass ihm der doch ansehnliche Goldgewinn entging durch mein Ausscheiden, schlimmer noch, ich verlor durch meine eigenen Fehler, die man sich gegen eine so starke Gegnerin wie Thais einfach nicht erlauben kann. Den ganzen Heimweg würdigte er mich keines Blickes und auch als er sich zu einem kurzen Plausch noch auf die Terrasse setzte, wurde seine Laune nicht wirklich besser.

Kleinlaut brauchte ich ihm seinen Paga, aber auch mein um Entschuldigung bettelnder Blick erweichte ihn diesmal nicht. Ich versprach vor dem nächsten Turnier, zu dem ich schon angemeldet war, wieder mehr zu üben, aber erst eine kleine Schultermassage entspannte meinen Herrn und er sah nicht mehr ganz so wütend aus, während er dem Sklavenhändler und der neu hinzugezogenen Kräuterfrau erklärte, was Zar ist, und was man dabei gewinnen kann und empfahl dem Sklavenhändler gleich noch seine Mädchen, so sie denn tauglich dafür erschienen, im Zar unterrichten zu lassen. Die geschäftlichen Gespräche verlegen die Herren allerdings auf den nächsten Tag, denn meinen Herrn zog es in die Felle, und da er nicht mehr ganz so ärgerlich war, durfte ich mich mit aufs Fell kuscheln und musste nicht unten im Haus schlafen. Was für ein Glück! 🙂

Zarfinale

Da ich gestern das RP im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen habe, und erst um 22.30 meinen auf der Bauplattform vergessenen Ava daher nach unten schwang, kein RP Bericht, dafür ein wenig Zar 🙂

6 Wochen Zar in Jort’s Fähre. Schön war’s! Wir hatten den Turnierplatz ein wenig weiter vor am Fluss gelagert, so dass die Spieler, und die Bewohner, die Zar nicht so interessiert, sich nicht in die Haare bekommen. Das klappte ganz wunderbar, das Zarturnier war keine Störung, sondern eine ganz tolle Ergänzung zu dem RP auf der Sim.

Viele tolle Spiele gab es, leider konnte ich nicht alle sehen, und nun ist es soweit: Die 6 Wochen sind um, und morgen ist schon das große Finale!

Einzug ins Finale aus der Trostrunde - Leslie gegen Stardust

Einzug ins Finale aus der Trostrunde – Leslie gegen Stardust

Zwei Spieler haben sich durch alle Spiele nach vorn gekämpft: Im Finale stehen sich nun morgen die Schreiberin Talia, und die ebenfalls Freie Stardust (ich weiß leider grad nicht, welcher Kaste sie angehört) gegenüber. Zwei klasse Spielerinnen, und für Talia ihr erstes Finale. Sie hat sich über die Gewinnerrunde, ohne ein Spiel zu verlieren, ins Finale gekämpft, während Stardust im laufenden Turnier ein einziges Spiel verloren hat, und sich von der unteren Trostrunde ins Finale gekämpft hat. Das bedeutet nun, dass Talia im Finale lediglich ein Spiel gewinnen muss, um ungeschlagen den Gesamtsieg für sich zu verbuchen, Stardust müsste, um 1. zu werden jedoch zweimal gewinnen. Ich bin gespannt, wie es ausgeht. Spannung und ein, oder zwei hochklassige Spiele, werden den Zuschauern jedenfalls mit Sicherheit geboten!

Wer zusehen mag, jeder ist herzlich Willkommen, und vielleicht hat ja der ein oder andere dann auch mal Lust, so ein Turnier auf seiner Sim auszurichten?

Start Zar Finale in Jort’s Fähre: Sonntag, 23. Juni um 20.00 Uhr

Und hier der Tarn

Rätselraten um einen Attentäter

Das Zarfinale naht und ausgerechnet jetzt treibt sich ein Attentäter in der Stadt rum *seufzt leise*

Kurz nachdem mein Herr und ich von der Kurzreise endlich wieder in Jorts eintrafen, hörten wir, dass der erste Teilnehmer des Zarfinales feststeht. Knapp hatten wir das Spiel verpasst und die Herrin Talia hatte sich gegen die ebenfalls blaukastige Herrin Leslie durchgesetzt. Ein schöner Erfolg für die Herrin, die noch nicht so lange dabei ist! Nun wartet sie, bis ihr Gegner feststeht, der aus der unteren Trostrunde ermittelt wird. Die Herrin Leslie kann über diese Runde ebenfalls noch das Finale erreichen, müsste aber im Finale dann zweimal gewinnen, um den Gesamtsieg davonzutragen. Aber auch der ebenso blaukastige Herr Justin ist noch im Rennen, sowie die Herrin Star. Wie es ausschaut, diesmal ein reines Freienfinale, das ist auch nicht so häufig ^^ Ich bin gespannt wie es ausgeht, das Finale wird am kommenden Handende stattfinden und ich drück die Daumen.

Jort's Faehre Zar Top Bracket May 2013

Leider erfuhr mein Herr ebenso, dass der schwarzkastige Herr sich blöderweise während seiner Reise nicht in Luft aufgelöst hatte und ebenfalls noch in der Stadt weilt, was er auch, knapp sassen einige Herrschaften gemütlich auf der Terrasse zusammen, sofort unter Beweis stellte, und sich dazugesellte. Sehr zum Missfallen der am Tisch anwesenden Krieger und des Herrn Richters, der unter den Gästen weilte, da die Herrin Nyn ihn wegen einiger rechtlicher Dinge ihren Gefährtenschaftsvertrag betreffend, um Rat fragen wollte. Offenbar ist ihr blaukastiger Gefährte nirgends aufzufinden und sie machte sich ein wenig Sorgen, was dies für sie bedeuten könnte.

Dem Richter wurde es offenbar zu hektisch, so dass er sich mit der Herrin für ein ungestörtes Gespräch in die Schreiberei zurückzog. Die Herrin bat meinen Herrn mitzukommen, und der wiederum ließ mich auf der Terrasse zurück. Ganz toll, so kam ich nicht dran vorbei dem schwarzkastigen Herrn doch noch ein Getränk zu bringen. So lange Arme hab ich auch selten gemacht, nur damit ich nicht zu nah ran muss. Zum Glück kümmerte er sich auch nicht weiter um mich, so dass ich mich schnell hinter den Hauptmann zurückzog, und den Mann von dort aus nicht aus den Augen ließ, wollte mein Herr später sicherlich wissen, was noch besprochen wurde, ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass er mich dafür auf der Terrasse zurückließ.

Die Herren plauderten und während der Hauptmann scheinbar völlig arglos über dies und jenes plauderte, fiel mir auf, dass der Fremde sich wieder, genau wie am ersten Tag sehr beiläufig und wie unabsichtlich über ein bestimmtes Thema erkundigte, und als ein Name fiel, sah ich genau wie seine Augen aufblitzen, schließlich hatte er den Helm lange schon abgenommen und ich fixierte meinen Blick die ganze Zeit auf den schrecklichen Dolch, den er als Zeichen seines Auftrages offen auf der Stirn trug, und damit bekam ich jede Regung in seinem Gesicht mit. Blöderweise kreuzte der Blick des Mannes meinen, so dass ich nach einer kurzen Schrecksekunde dann doch lieber woanders hinschaute, aber meine Ohren weiter offenhielt. Zum Glück interessiert kaum jemanden eine Sklavin, so dass er mir keine weitere Beachtung schenkte … Mein Verdacht verstärkte sich, nur der Herr Hauptmann schien nichts zu merken. Ich musste mit meinem Herrn reden! Aber ich kam nicht weg…

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Die Gespräche drehten sich mittlerweile um andere Dinge, zum Beispiel wollte der andere Krieger am Tisch wissen, was es kosten würde, einen Attentäter einen anderen Attentäter töten zu lassen. Und dass bei uns wohl nur mein Herr so viele Münzen hätte, um überhaupt so einen Auftrag bezahlen zu können. Woraufhin der Schwarze wieder hellhörig wurde und meinte, er müsse meinen Herrn doch dann unbedingt noch mal sprechen, vielleicht wäre ja ein Folgeauftrag drin. Ich hielt die Luft an, denn da er auch ständig nach Sklaven fragte, dachte der Hauptmann nun, dass er mich kaufen wollte. Ich wurde echt ziemlich blass…, grad weil ich aus diesem Zarturnier ziemlich früh ausgeschieden bin, schoss mir durch den Kopf, dass Attentäter vermutlich genügend Gold besässen und mein Herr immerhin Händler ist, ich bin mir nicht so sicher, wenn der preis stimmen würde….., nein, bloss nicht dran denken!

Auf jeden Fall kam ich endlich weg, weil der Herr Hauptmann meinte, ich solle meinen Herrn suchen und ihn schon mal drauf vorbereiten, dass der Attentäter mit ihm sprechen will. So schnell bin ich selten von der Terrasse gestürmt. In der Schreiberei fand ich ihn noch im Gespräch mit der Herrin, der Richter hatte sich offenbar schon verabschiedet, und so kniete ich mich erst mal still neben meinen Herrn, bis er sein Gespräch beendet hatte. Die Information, weswegen der Hauptmann mich schickte, ließ ich nur nebenbei fallen, als er mich ansah, und fragte, was ich in der Schreiberei mache, vielmehr berichtete ich meinem Herrn von meinem Verdacht, auf wen der Attentäter es abgesehen haben könnte, und nachdem ich alles erzählt hatte, schien auch mein Herr ziemlich besorgt, da meine Begründung für meinen Verdacht ihm genauso einleuchteten wie mir.

Zumindest ging er, nachdem die Herrin fast fluchtartig die Schreiberei verließ, mit ziemlich nachdenklichem und besorgten Gesicht in Richtung Platz, wo er nur noch den Hauptmann traf und sich kurz darauf dann auch gen Haus verabschiedete

Handel und Händler

Der Erste, der mir heute über den Weg lief als ich das Haus meines Herrn verließ um im Gasthaus nach dem Rechten zu sehen, war der Bote, der endlich die langersehnten Spielpläne brachte. Da er es recht eilig hatte, drückte er sie mir nur in die Hand und verschwand wieder gen Hafen und nach einem Blick über die Terrasse und die Taverne, ob da nicht noch was von gestern rumsteht, machte ich mich mit den Plänen auf den Weg hinunter zum Turnierplatz, um sie gleich aufzuhängen.

Jort's Faehre Zar Top Bracket May 2013

Dort waren die Herrinnen Talia und Alja gerade bei einem Trainingsspiel beschäftigt, so dass ich mich nach dem Aufhängen der Pläne auch gleich wieder hoch zur Stadt aufmachte, um sie nicht groß zu stören. Ich lief schnurstracks zurück ins Haus um zu sehen ob mein Herr sich schon von seinen Papieren trennen konnte und hatte Glück, er war grad auf dem Weg nach draußen, so dass ich gleich an der Tür stehenblieb, um sie aufzuhalten. Weit kam er aber nicht, denn plötzlich standen der Krieger Jarcath und die Herrin Alja, die ihr Trainingsspiel wohl schon beendet hatte, vor ihm. Die Herrin sollte nach Stoffen für eine andere Herrin aus Belnend fragen, und so ging’s gleich weiter in den Kontor, wo sie in Ruhe das Angebot durchsah und sich einige Notizen machte, mit dem Hinweis, dass die andere Herrin wohl selbst vorbeikommen würde dann, wenn ihr das Angebot zusagt.

Da sie auch noch nach den Vorräten in der Krankenstation sehen wollte, die mal wieder verwaist war, drückte mein Herr mir den Schlüssel in die Hand und schickte mich mit der Herrin dorthin, während er sich auf den Weg zum Platz machte. Ich sah grad noch dass er auf eine ziemlich große Menschentraube aus Freien und Sklaven vor dem Spielehaus zusteuerte, dann ging ich mit der Herrin Alja in die Krankenstation, wo sie die Vorräte sah und sich einige Notizen machte, was noch fehlt. Wobei das Hauptaugenmerk zur Zeit eh auf den Dingen liegt, die zur Wundversorgung geeignet sind, da Jort’s leider schon wieder ohne Ärztin ist. Dabei zeigte mir die Herrin noch eine Salbe mit Plantion, die ich noch nicht kannte und die in der Anwendung ähnlich wie die Salbe mit Weidenrinde wirkt, so dass ich sie auch für Wunden und sogar juckende Stiche oder Ausschläge verwenden kann, und Kalanawurzeln, die noch vorrätig sind, die in Wasser aufgelöst der Wirkung des grünen Paga ähnlich sind. Wieder was gelernt. Ich merkte mir alles, was mir die Herrin dazu sagte und schließlich verließen wir die Krankenstation.

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Die Herrin blieb für einen Plausch auf dem Markt mit einem Krieger stehen und ich sah mich um nach meinem Herrn. Die Gruppe vor dem Spielehaus hatte sich mittlerweile aufgelöst, aber dafür entdeckte ich meinen Herrn und noch einige andere auf der Terrasse. Kaum kniete ich bei ihm nieder, ertönte hinter mir eine Stimme die mir bekannt vorkam und richtig, der alte Händler der unsere kleine Stadt neulich mit Dorf betitelte und etwas von der Herrin Pinion wollte, war wieder da. Da er aber erst einmal mit meinem Herrn sprach rutscht ich nur zur Seite und lauschte aufmerksam, könnte ja sein, dass man mich irgendwann dann brauchte. Neben mir zog es grad Herrn Val mit Hadi, und einer mir unbekannten Sklavin in die Taverne. Später erklärte mir mein Herr, dass das Mädchen der Stadtkette erst einmal zugehörig ist, und ich mich am nächsten Tag dann um ihre Einweisung und alles weitere, was sie sonst noch so wissen muss in Jort’s Fähre, kümmern sollte.

Heute jedenfalls wurde ich dann doch noch gebraucht, denn der Händler, seines Zeichens Geldleiher, lud meinen Herrn zu einem Paga ein, selbst bestellte er einen Kalana. Dina kümmerte sich indes um die anderen Gäste, denn es war ziemlich voll, und ich denke wir beide haben es gut hinbekommen, dass niemand allzulang warten musste, obwohl der Herr Val gleich zwei Mädchen in der Taverne für sich beanspruchte, und sie damit zum helfen ausfielen. Ich glaube, ich gefiel dem Herrn Geldverleiher sogar ziemlich gut, jedenfalls lag sein Blick ziemlich häufiger mal auf mir, und er wirkte auch nicht gerade unzufrieden mit der Wiegeprobe, der er meine Brüste während ich ihm den Kalana anbot, unterzog. ^^

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Von den ganzen Gesprächen am Tisch bekam ich allerdings kaum etwas mit, zu laut war das gesamte Stimmengewirr um mich herum und ich beschränkte mich darauf einfach aufmerksam alle im Augen zu behalten, falls noch irgendjemand etwas wünscht. Der Tisch leerte sich dann allerdings recht schnell, der Händler, der diesmal wohl auch seinen Geschäftspartner mitbrachte, brach auf, der Schmied samt seiner Gefährtin machte sich ebenfalls von dannen und dann zog es auch meinen Herrn schon in die Felle, warscheinlich war er von dem ganzen Gesappel mittlerweile auch ziemlich müde, und nicht mal der Paga half mehr, so dass ich ihm eiligst ins Haus folgte und kaum da, auch schon direkt auf dem Fell an ihn gekuschelt einschlief.